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Sammlung: Emmy von Rhoden

Der Trotzkopf Teil 07

1829-1885, Emmy von Rhoden

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Der Oberamtmann sah den Pfarrer verwundert an. »Wie meinen Sie das?«, fragte er. »Ich verstehe Sie nicht.«

»Meine Meinung ist, geradeheraus gesagt, die«, fuhr der Pfarrer fort, »das Kind muss fort von hier, in ein Pensionat.«

»Ilse in ein Pensionat? Aber warum? Sie hat doch nichts verbrochen!«, rief Herr Macket erschrocken.

»Verbrochen?«, wiederholte lächelnd der Pfarrer. »Nein, nein, das hat sie nicht! Aber muss denn ein Kind erst etwas Böses getan haben, um in ein Institut zu kommen? Es ist doch keine Strafanstalt! Hören Sie mich ruhig an, lieber Freund!«, fuhr er besänftigend fort und legte die Hand auf Mackets Schulter, als er sah, dass der Oberamtmann heftig auffahren wollte. »Sie wissen, wie ich Ilse liebe und Sie wissen auch, dass ich nur das Beste für sie im Auge habe. Nun gut, ich habe reiflich überlegt und bin zu dem Schluss gekommen, dass Sie, Ihre Frau und ich nicht genug Macht besitzen, das Mädchen zu erziehen. Sie trotzt uns allen dreien. Soeben hat sie wieder ein klares Beispiel ihrer widerspenstigen Natur gegeben.«

Der Oberamtmann trommelte mit den Fingern auf dem Tisch. »Das war eine Ungezogenheit, die ich bestrafen werde«, sagte er. »Etwas Schlimmes kann ich nicht darin finden. Lieber Himmel, Ilse ist jung, noch halb ein Kind, und Jugend muss sich austoben! Weshalb soll man einem übermütigen Mädchen so strenge Fesseln anlegen und es Knall und Fall in ein Pensionat bringen? Was sagst du dazu, Anne?«, wandte er sich an seine Frau. »Du denkst wie ich, nicht wahr?«

 

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Emmy von Rhoden Biografie und Werke

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  • Text-Herkunft: Gemeinfrei
  • Text-ID 6412
  • Hinzugefügt am 05. Okt 2014 - 07:10 Uhr

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Einsteller: sophie-clark

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